Press

Clipping/Pressemappe:    https://www.flickr.com/photos/mipv/sets/72157617229146230/

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(reviews in German, English and Portuguese)

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(german)

Wow. Das ist endlich mal wieder eine wirkliche Entdeckung. Eine brasilianische Gitarristin (Laura L), die in Berlin eine trommelnde Landsfrau (Marie Leão) kennenlernte, mit dieser ein Bandprojekt entwickelte und dann erstmal spielte, spielte, spielte. “II” ist – wenig überraschend – die 2. Platte der Kapelle, die eine tatsächlich ganz wundervolle und (soweit in postpostmodernen Zeiten überhaupt möglich) auch neuartige Mischung aus Krautrock, PostPunk und PostRock realisiert. Man darf sich das durchaus als freundlichen Bastard aus Neu!, Durutti Column und Tortoise vorstellen: ein klar akzentuiertes Schlagzeug, ein bedrohlicher Früh-80er-Bass und kontrolliert-experimentelle, verhalten-psychedelische Gitarrenarbeit. Nochmal: Wow. *****

Karsten Zimala (Westzeit)

http://www.westzeit.de/rezensionen/?id=13854&tp=M%DASICAS_INTERMIN%C1VEIS_PARA_VIAGEM

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instrumental trip rock! instrumental trip rock? diese im zusammenhang mit musicas interminaveis para viagems musik wiederholt auftauchende umschreibung scheint mir nicht besonders zutreffend gewählt zu sein. instrumental ja! trip rock soll was sein? tatsächlich macht das brasilianische und mittlerweile in berlin lebende duo instrumentale gitarrenmusik, welche sehr reduziert aus gitarre und schlagzeug besteht. “m.i.p.v II” ist ihr zweites album und besticht meiner meinung nach vor allem durch einen sound, der mich immer wieder weit in den 80er new wave zurückträgt. die drums klingen ausgesprochen trocken, die gitarre wird teilweise eher wie ein bass gespielt und die produktion ist insgesamt nur notdürftig abgemischt und wohl mit absicht sehr “authentisch” aufgenommen. statt also rock und trip – denn es gibt nur vereinzelt psychedelisch-noisige passagen – lassen musicas interminaveis para viagem eine reduziert düster-treibende atmosphäre entstehen die an von mir sehr geschätzte wavebands wie the names, clair obscur, department s oder frühe sad lovers and giants denken läßt. abzüglich der vocals und synthies, versteht sich. über immerhin 17 stücke gelingt es dem duo in diesem relativ eng gefassten musikalischen rahmen zwar nicht durchgehend zu überzeugen – vielleicht hätten es zehn songs auch getan!? – aber doch immer wieder akzente zu setzen und mich mit ihren intensiveren musikalischen momenten mitzureissen…
MF (revolver club.de)
http://www.revolver-club.de/musik/plattenkritiken/2012/musicas-interminaveis-para-viagem.html

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laut.de-Kritik

“Stumme Begleitung für lange Autobahnfahrten”

Lange Autobahnfahrten haben etwas Mystisches. Sofern man sich nicht fluchend von einem Stau zum nächsten hangelt, setzt irgendwann ein gemäßigter Trance-Zustand ein, in dem das Unterbewusstsein am Steuer sitzt und die Gedanken freien Lauf nehmen. Als stumme Reisebegleitung bietet sich “M.i.p.V II” an. Stumm, weil die Band bis auf ein Stück auf Gesang verzichtet und nur auf Instrumente setzt.

Músicas Interminàveis Para Viagem bedeutet übersetzt “endlose Musik zum Reisen”. Dahinter verbergen sich die aus dem brasilianischen Porto Alegre stammende Gitarristin Laura L sowie die Schlagzeuger Marie Leão und Santiago Rodrigues. Lateinamerikanische Rhythmen verarbeiten sie in ihrer Musik aber nicht, eher Einflüsse aus den 70er Jahren aus ihrer Wahlheimat Deutschland.

Can oder Neu! zu bemühen ist vielleicht etwas übertrieben, aber etwas Krautrock steckt in diesem Album zweifellos – in Form von improvisierten, langen Gitarrensoli, die sich nicht von traditionellen Songstrukturen einengen lassen.
Mal ruhiger, mal schneller, aber nie hektisch, erzeugen M.I.P.V. eine verträumte Klangkulisse, die weder Anfang noch Ende hat, sondern einer großen Laufbahn folgt. Loops sorgen für etwas Abwechslung, “Medo Da Morte” mit der Gaststimme der Sängerin Miss Vergnügen fällt schon richtig aus dem Rahmen.

“M.i.p.V.II” ist nichts für Porsche-Fahrer oder Sportsitzpupser mit Krawall-Auspuff. Eher für Limousinen mit überdimensionierten Anlagen, die gemütlich auf der Autobahn dahin gleiten.
Giuliano Benassi (laut.de)
http://www.laut.de/Musicas-Interminaveis-Para-Viagem/M.i.p.V-II-(Album)

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Das ist wieder mal typisch   

(TAZ_11.11.11_Berlin)

Morgen am Samstag wird mit einem Festkonzert im RBB noch einmal an den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Anwerbeabkommens zwischen der BRD und der Türkei erinnert. Und dass in diesem halben Jahrhundert Migrationsgeschichte seither doch einiges passiert ist, wollte das veranstaltende Berliner Ensemble für klassische türkische Musik wenigstens im Untertitel zu seinem Konzert vermerken: “Vom Gastarbeiter zum Gastgeber”. Gastgeberseits gibt es dann eben türkische Kunstmusik zu hören (die übrigens reichlich Anregungen aus dem Arabischen und Persischen in sich trägt), und bei einer nicht mal sonderlich großen musikalischen Flexibilität würde als einigermaßen typisch deutscher Gastbeitrag durchaus die Musik von Músicas intermináveis para Viagem dazupassen. Weil dieses Gitarren/Schlagzeug-Duo bei seinen Instrumentalausfahrten mit einer pochenden Motorik und den hübsch aneinandergereihten Melodiefragmenten ziemlich präzise solchen Trancemusikspuren folgt, die man gern unter dem Stichwort Krautrock ablegt. Und Krautrock darf doch wohl als genuin deutscher Beitrag zur Musikgeschichte gelten.

Jetzt ist es aber so, dass Músicas intermináveis para Viagem gar nicht aus Deutschland kommen. Sondern aus Brasilien. Was man aber am besten gleich wieder vergisst, weil sich mit dieser Ortskennung in den Assoziationsrahmen sonst sofort andere musikalische Spielarten drängen, und zwar so aufdringlich, dass man sich kaum dagegen wehren kann. Weil die eben als typisch brasilianisch gelten: der elegante Swing der Bossa Nova, die Samba mit der Karnevalsstimmung. Ist hier aber nicht. Selbst wenn Músicas intermináveis para Viagem gleich mit dem ersten Titel ihres neuen, des zweiten Albums eine “Samba von Berlin” vorschlagen. Was allerdings nur ein Verwirrspiel ist, weil da kein Fitzelchen an Samba oder Bossa oder auch Baile Funk, noch mal so was typisch Brasilianisches, in dieser Musik steckt. Stattdessen geht es eher stracks durch die Düsseldorfer Kö auf der historischen Route von Neu! und La Düsseldorf.

Aber eigentlich kommt das Duo aus Porto Alegre. Brasilien. Und so leicht wird man seine Herkunft nicht los. Im Handel jedenfalls wird dessen Musik gern mit “Latin Music” verschlagwortet. Wie wenig aussagekräftig dieser Fingerzeig ist, kann man heute Abend im King Kong Klub hören, wenn Músicas intermináveis para Viagem ihr neues Album vorstellen. Und nachgetragen werden müssen noch die Liebesliederwalzer von Johannes Brahms. Die nämlich sind dann der deutsche Beitrag beim oben angeführten Konzert im RBB, gesungen vom Konzertchor Friedenau. THOMAS MAUCH (TAZ)
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tp&dig=2011%2F11%2F11%2Fa0242&cHash=4d3f3e5d79

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KLEINER AUSGEHTIPP: MÚSICAS INTERMINÁVEIS PARA VIAGEM

http://missy-magazine.de/wp-content/uploads/2011/11/prMIPV-300×225.jpg

Músicas intermináveis para Viagem klingen wie eine leicht psychedelische Reise in die Tiefen des Trip Rock. Die hallenden Gitarren und das fordernde Schlagzeug erinnern an die grandiosen Warpaint, die sich vermutlich eher was bei MIPV abgeschaut haben, als anders herum. “II” ist schon die zweite Platte der Band um die Brasilianerin Laura L. 2006 erschien die erste CD und die Band tourte durch Brasilien und Europa. Jetzt machen sie am 11. November Halt in Berlin und zur Feier des Tages hat sich Laura L drei ihrer Lieblingskünstler eingeladen: das Duo Sorry Gilberto und den DJ Joe Le Taxi.

Wann & Wo
Am 11. November, 21 Uhr im King Kong Klub, Brunnenstrasse 173, Berlin. Der Eintritt kostet 6 Euro.

(Missy Magazine)

http://missy-magazine.de/2011/11/09/kleiner-ausgehtipp-musicas-interminaveis-para-viagem/

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(portuguese)

Alemanha

“Wow. Esta é finalmente uma real descoberta…  “II” – não é novidade – é o segundo disco da dupla, e que realmente é muito maravilhoso e (até onde é possivel nestes tempos post-pós-modernistas) uma inovadora mistura de krautrock, pós-punk e PostRock. E se pode absolutamente comparar como algo proximo de Neu!, Durutti Column e Tortoise: uma clara e acentuada bateria, um ameaçador baixo do inicio dos anos 80, um experimentalismo controlado e guitarra com atitude psicodélica. Mais uma vez: Wow.”  Karsten Zimala (Westzeit – 2012)

“”M.i.p.v II” é o segundo álbum, e na minha opinião, especialmente impressiona com um som que sempre me leva longe, de volta nos anos 80”, MF (Revolver clube.de – 2012)

“As vezes silencioso, as vezes mais rápido, mas nunca frenético, M.i.p.V  produz uma sonoridade de sonho que nem não tem início nem fim, mas segue uma grande estrada. Loops trazem uma variação e “Medo da Morte”, com a cantora convidada Miss Vergnügen, cai corretamente neste contexto.” Giuliano Benassi (laut.de – 2012)

Brasil:

“E de Porto Alegre vem uma banda que traduz fielmente o espírito do título do seu CD (‘Músicas intermináveis para Viagem’). (..) O disco inteiro é uma experiencia sensorial. (…) As músicas não chegam ao minimalismo exagerado de Phillip Glass, mas com certeza deixam perguntas intermináveis a quem escuta este belíssimo trabalho de uma banda que já esteve na Alemanha e em breve começa a viajar para divulgar um dos melhores CDs instrumentais lançados no último ano”. Luciano Vitor (Dynamite online-2007)

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“Abra sua mente e deixe entrar o ‘Músicas intermináveis para Viagem’, dupla de Porto Alegre que abre mão da estrutura comum de canção pra se dedicar a temas instrumentais interessantes que se baseiam em rock, mas que trazem a influencia do trip hop, do jazz e da música eletronica. O lance aqui não é experimentalismo vale-tudo, mas sim o que eles chamam de trip rock, feito a partir de dedilhados de guitarra viajantes.” Gustavo Mini (Ipanema FM online – 2006)

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“O grupo gaúcho de nome quilométrico faz um som instrumental muito interessante, meio retro e cheio de atmosferas e viagens. Algo assim trip rock. As guitarras sobrepostas são exploradas como elementos condutores da viagem. (…) O destaque fica realmente para os temas intrincados e texturas criativas que suscitam paisagens.” (Tribuna do Norte online – 2007)

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(some reviews in english)

Germany:
“Wow. This is finally a real discovery. “II” -is not a surprise- is the second album of the duo, and that really is very wonderful and (as far as is possible in these post-post-modernist time) an innovative mixture of krautrock, post-punk and post-rock. And you can absolutely compare with something like Neu!, Durutti Column and Tortoise: a clear and sharp drums, a menacing bass of the beginning of the 80’s, a controlled experimentalism and guitar with psychedelic attitude. Once again: Wow. ” Karsten Zimala (Westzeit-2012)

“Músicas intermináveis para Viagem sounds like a light psychedelic journey into the depths of the Trip rock music. The echoing guitars and demanding drums reminisce the grandiose Warpaint, which likely looked up what looked at MIPV, as the other way around.” Katrin (Missy Magazine, 2011)

“M.i.p.V II” is the second album and in my opinion, especially impresses with a sound that always takes me away, back in the 80’s”, MF (Revolver clube.de -2012)

“Sometimes quiet, sometimes faster, but never frenetic, M.i.p.V produces a dream sound like has no beginning and no end, but follows a wide road. Loops bring a variation and “Medo da Morte” (“Fear of death”), with the invited singer Miss Vergnügen, falls properly in this context. ” Giuliano Benassi (laut.de -2012)

Brazil:
“And from Porto Alegre comes a band that faithfully reflects the spirit of the title of your CD (“Músicas intermináveis para Viagem” – ‘Endless Music for Tripping’). (..) The entire disc is a sensory experience. (…) The songs don’t reach the minimalism of Phillip Glass, but it sure leaves endless questions who listens to this wonderful work of a band that was already in Germany and soon starts traveling to promote one of the best instrumental CDs released last year.” Luciano Vitor (Dynamite online-2007)

“Open your mind and let in the ‘Músicas intermináveis para Viagem’, duo from Porto Alegre that opens up the common song structure to concentrate on interesting instrumental themes that are based on rock, but they bring the influence of trip hop, jazz and electronic music. The thing here is not no-holds-barred experimentalism, but rather what they call ‘trip rock’, made from travelers guitar fingerings. ” Gustavo Mini (Ipanema FM online-2006)

“The Gaucho group of lengthy name makes a very interesting instrumental sound, retro and full of atmospheres and trips. Something trip rock. The overlapping guitars are explored as electrically conducting elements of the trip. The highlight is really for the intricate themes and textures of very creative landscapes. ” (Tribuna do Norte online-2007)

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